Der Spiegelsaal als Sterbezimmer
Die "Traviata" der Herrenchiemsee-Festspiele:
doch noch zum kleinen Wunder gemausert.
Von Hans Gärtner, Traunsteiner Tagblatt, 19.7.2007
... Die Dirigentin zauberte Verdis hauchzarte Todesahnungen mit niemals übertriebener Gestik sehr lyrisch hervor, arbeitete plastisch die Emotionsausbrüche der 150 Jahre alten, weltweit vielgespielten Partitur heraus, zu der F.M. Piave das bei der Uraufführung in Venedig ausgebuhte, ja verlachte Schicksal der Dumas'schen "Kameliendame" geschrieben hatte. Stilsicher korrespondierte Ljubka Biagioni zu Guttenberg sympathisch mit dem sich hinter ihrem Rjücken abspielenden "Melodrama".
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