Todestrunkenes Klanglicht im Spiegelsaal
Ljubka zu Guttenberg dirigiert Verdis "La Traviata" bei den Festspielen auf Herrenchiemsee
Von Marco Frei, Oberbayerisches Volksblatt / Kultur 17.7.2007
... Wenn Ljubka zu Guttenberg todesdüsteren Krankheitswahn ausgestaltet, klingt es aschfahl. Dann schimmern unwirklich vibratolose Streicherkänge: Die Totenwelt ist nah, das Hier und Jetzt weit. So hat man das Vorspiel wie auch das finale Delirium von Violetta Valéry, Giuseppe Verdis tragische "Traviata" noch nicht gehört: Diese filigrane Klangwelt, die die Dirigentin und Ehefrau von Enoch zu Guttenberg bei den Herrenchiemsee Festspielen aus der Sinfonia Varsovia modellierte, setzte neue Akzente.
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