Verwirklichte Träume
Interview: Astrid Zimmermann

Oberbayerisches Volksblatt, 27. Juli 2002

... Wie kam es zu dem Wunsch, Dirigentin zu werden?
Gab es bestimmte Schlüsselerlebnisse?


Dass ich Dirigentin wurde, war anfangs eher ein Zufall. Nach der Schule ergab sich für mich die Möglichkeit in Bulgarien, dem Heimatland meiner Mutter, fünf Jahre an der theoretischen Fakultät des Konservatoriums zu studieren. Da wurde erkannt, dass ich Talent habe und technisch gar nicht so schlecht war. So habe ich begonnen mich für Chorleitung zu spezialisieren, später kam dann Orchesterdirigieren dazu. Das alles wurde durch Zufälle geleitet und ich bin Gott dankbar dafür, dass er das so geleitet hat und dass ich auf diesem Wege auch meinen Mann kennen gelernt habe.

Haben Sie Vorbilder?

Viele. Für uns Dirigenten ist das von großer Bedeutung. Wir müssen einen Dirigenten, ein Vorbild haben, das wir besonders lieben. Ich habe immer Leonard Bernstein sehr geliebt, bei dem ich auch kurz in Rom studiert habe. Er ist für mich ein Schlüsselerlebnis, als Mensch und als Künstler. Valery Gergiev, bei dem ich auch studiert habe, ist für mich einer der größten Diri­genten unserer Zeit. Enoch zu Guttenberg ist auch ein großes Vorbild für mich. Ich durfte viel von ihm lernen und ich schätze vor allem seine Menschlichkeit und seine Art mit den Musikern zu arbeiten ...

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