Ljubka zu Guttenberg, eine von wenigen Dirigentinnen
"Wir stehen mit der Seele nackt da"
Frankenpost, 8. Dezember 2001
... Auf Intimstes verweist auch Ljubka zu Guttenberg; "Wir stehen mit unserer Seele nackt da, vor den Musikern wie vor dem Publikum."
Zurückweisung als Autorität als "Vaterfigur" habe sie noch bei keinem Orchester erfahren. "Gut" müsse man sein, verlangt sie von Mann und Frau: "gut vorbereitet" und "freundlich zu den Musikern". "Ernsthaft sein" verlangt sie und weiß freilich, dass es "jeder ernsthafte Dirigent schwer hat neben den vielen Bluffern". Und als Frau räumt sie ein: "Wir müssen uns noch immer mehr beweisen als die Männer." Weiblich wirkt ihre metaphysische Auffassung von Musik als etwas "Heiligem", das die "Seelen heilen und retten" die "Menschen erneuern" könne. Durchaus männlich hingegen sind ihre außermusikalischen Interessen, von denen sie ihre orchesterpraktischen Vergleiche herleitet: Sie liebt alles, was mit Motoren zu tun hat, schnelle Autos, Autorennen. "Ein einziger Fehler und alles kann im Unglück enden: Das ist beim Dirigieren wie bei der Formel 1!"
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